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Im Finale des Kreispokals stoppt Oberligist Königsborn den Lüner SV. Der hatte zuvor in der Gruppe Soest und den VfL Brambauer hinter sich gelassen – der VfL erwischte einen schwachen Tag.

Die Handballerinnen des Lüner SV schicken sich immer mehr an, eine der Hochburgen im Damen-Handball der Region zu werden. Nach dem Aufstieg in die Verbandsliga im vergangenen Jahr mussten sie sich am Sonntag erst im Finale des Kreispokal Hellweg geschlagen geben.

Favorit aus Königsborn

Gegner und Favorit war dort Oberligist Königsborner SV. Lange hielt der LSV mit, musste erst zehn Minuten vor dem Ende beim Stand von 24:24 langsam abreißen lassen. Die „brutale Qualität“ Königsborns sei „am Ende schwer zu verteidigen gewesen“, sagt LSV-Trainer Marcel Mai. Seiner Sieben sprach er dennoch ein Lob aus: „Das haben wir echt super gemacht.“ In der Vorrunde ließen die Lünerinnen Lokalrivale und Ligakonkurrent Brambauer und den Landesligisten Soester TV souverän hinter sich und zogen so ins Finale ein. Dort hätte es beinahe zur großen Überraschung gereicht.

Ganz anders verlief der Turniersonntag für den VfL Brambauer. Mit 7:8 unterlag der VfL im ersten Spiel Landesligist Soest und machte so früh den erwarteten Showdown mit dem Lüner SV zunichte. Im direkten Duell mit dem LSV kassierte Brambauer eine heftige 7:18-Pleite, die den VfL endgültig aus dem Wettbewerb katapultierte.

Zwei Stunden Philosophie

„Ich könnte zwei Stunden darüber philosophieren, aber das bringt ja nichts. Es war von A bis Z nichts“, sagte Trainer Andre Schwedler zur Partie gegen Soest. „Im zweiten Spiel haben wir genauso weitergespielt“, so ein ratloser Schwedler. Nur war da mit dem LSV der Gegner besser, folglich gab es eine Klatsche. Dass er aus taktischer Sicht einiges vor dem Liga-Duell am Samstag, 26. Januar, zurückgehalten hat, wollte er keineswegs als Ausrede gelten lassen. „Trotzdem müssen wir uns anders verkaufen“, so Schwedler.

Neben den sportlichen Aspekten des Handball-Sonntags rückte Lünens Trainer Marcel Mai den Pokal-Modus, der aus zwei Final-Dreiergruppen besteht, in den Fokus: „Da muss man den Kreis kritisieren. Dass da Mannschaften von 11 bis 19 Uhr herumturnen müssen, das ist nicht Sinn und Zweck.“ Dementsprechend waren die Spiele in der Kreissporthalle Unna schlecht besucht. „Da muss sich der Kreis was einfallen lassen“, legte Mai nach.

VfL Brambauer: Sindermann/Jaschewski – Esra, Holz (2), Gamradt, Sahage (1), Trippe (2), Leismann (2), Bauer (2/1), Lasshof (4/1), Umbescheidt (1)

Lüner SV: Preuß/Klostermeier – Schröder (2), Rosenthal, Lieneke (6), Hülsewede (6/1), T. Schmidt (12/9), Lohölter (7), C. Schmidt, Krause (3), A. Schmidt (4), Rempe (7), Dressler (5), Geisler (7)

Quelle: Ruhr Nachrichten

 

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